Wenn das Frühchen nicht überlebt
Bei zu früh geborenen Kindern kann es leider auch immer wieder vorkommen, dass sie nicht überleben. Teilweise sterben die Kinder schon bei der Geburt oder kurz danach, teilweise überstehen sie aber auch die ersten Wochen nach der Geburt nicht, weil die Folgen der Frühgeburtlichkeit zu hoch waren, Infekte hinzu kamen und derlei mehr. Die Gründe aus denen ein frühgeborenes Baby sterben kann sind sehr vielfältig, doch für die Eltern bedeutet dies nur einen geringen Trost, denn auch und gerade diese Babys, die so früh schon so manches mitmachen mussten, werden von ihren Eltern sehr geliebt und umso schlimmer ist es dann, wenn man sein Kind schon so früh gehen lassen muss.
Kommt es zum Tod bei einem frühgeborenen Baby bieten die meisten Krankenhäuser den Eltern Hilfe in Form von Seelsorge an. Es kommt meist ein Pfarrer ins Haus, der mit den Eltern spricht, ihnen helfen soll sich zu verabschieden und der die Beisetzung des kleinen Menschen zusammen mit den Eltern plant und bespricht. Für diesen letzten gemeinsamen Weg mit dem Baby sollte man sich Zeit lassen und sich etwas Besonderes überlegen, damit man diesen Abschied in guter Erinnerung behalten kann und einen schönen Ort erschafft, an dem man seinem Baby nahe sein und mit ihm sprechen kann, wenn einem danach ist. Auch sollte man nach der Beerdigung unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, um das Trauma zu verarbeiten, denn ein Kind zu verlieren hinterlässt bei Eltern Spuren, die man nicht einfach bei Seite wischen kann.
Schwierig kann auch der Umgang mit dem direkten Umfeld werden, denn gerade wenn ein Baby stirbt müssen sich die Eltern oftmals mit Aussagen auseinander setzen, die sehr verletzend sind. Worte wie " wenn es gestorben ist war es bestimmt zu krank um glücklich leben zu können" und derlei mehr tun weh und bedeuten für die Eltern einen zusätzlichen Schmerz. Am besten ist es deshalb, solchen Äußerungen schon im Vorfeld aus dem Weg zu gehen. Freunden und Familie sollte man klar zu verstehen geben, dass man ein vollwertiges Mitglied seiner Familie verloren hat und dieses betrauern möchte, ohne das andere sich ein Urteil erlauben. Dies klar zu stellen ist manchmal nicht einfach, kann aber ein Stück weit auch sehr helfen, sich selbst zu schützen.
Beratungsstellen helfen den Betroffenen hier oftmals sehr weiter und auch der Besuch von Selbsthilfegruppen ist den Eltern von Sternenkindern sehr zu empfehlen.