Monat 4



Wenn das Baby vier Monate alt geworden ist wächst sein Magen, so dass es in Zukunft größere Mengen auf einmal zu sich nehme kann und deshalb auch nicht mehr ganz so oft gestillt werden muss. Das hat automatisch auch zur Folge, dass es nachts länger satt ist und die Eltern wieder ein wenig mehr Ruhe bekommen und länger schlafen können. Deshalb pendelt sich auch das Schlafverhalten von Babys in diesem Alter ein bisschen besser ein und die Wahrscheinlichkeit auf das Durchschlafen wächst ein bisschen an. Da das Baby aber inzwischen sehr viel von seiner Umwelt wahrnehmen kann und gerne mit dem Kopf allem folgt was interessant ist muss man sich von nun an zum Stillen ein Fleckchen suchen, wo man ungestört ist, denn sonst kann es recht lange dauern, bis das Baby sich sattgetrunken hat, weil es zu schnell abgelenkt wird und das trinken unterbricht.

 

In dem vierten Monat kann es vorkommen, dass das Baby sich wenn es auf dem Bauch liegt auf den Rücken rollt oder umgekehrt, weil es etwas mit den Blicken gefolgt ist und aus Versehen die Bewegung auf den übrigen Körper übertragen hat. Den Eltern kommt das wie ein kleines Wunder vor, dem Baby eher komisch, da es die Bewegung nicht bewusst gemacht hat. Natürlich kann man diesen Vorgang auch herbeiführen, indem man das Kind dazu animiert zur Seite zu schauen oder sich in eine Richtung zu strecken. Rollt es dann kann man klatschen und loben, um dem Kind deutlich zu machen, dass es etwas Tolles gemacht hat, dann freut es sich und wird bald schon versuchen diese Rolle bewusst zu schaffen.

 

Was den meisten Eltern ab dem vierten Monat zu denken gibt ist die Frage, ob sie bei ihrem Baby schon beginnen können Breie vom Löffel zu geben und nach und nach auf die Milch zu verzichten, doch ratsam ist dies weniger, da das Baby durch die Milch noch alles bekommt, was es braucht und oft auch der Magen und der Darm einfach noch nicht so weit sind. Besser ist es mit der Beikost noch zwei Monate zu warten und dann ganz langsam anzufangen, damit sich das Baby an die neuen Geschmacksrichtungen und die Verdauung von Brei zu gewöhnen, denn das braucht seine Zeit und geht nun einmal nicht so schnell, wie Eltern es sich wünschen würden.

 

Babys die vier Monate alt sind fangen an, alles was sich in ihrer Reichweite befindet in die Hand zu nehmen, anzusehen und in den Mund zu stecken um zu sehen, wie es sich anfühlt und schmeckt. Wichtig ist es also ab dieser Zeit alles was dem Baby gefährlich werden könnte weg zu tun und ihm viele Dinge zu geben, die es anregen und mit denen es spielen kann. Babys in diesem Alter beginnen zu begreifen, dass sie mit bestimmten Handlungen etwas hervorrufen können und erfreuen sich daran, wenn sie eine Rassel schütteln, die dann Geräusche macht oder etwas fallen lassen, dass dann einen Knall verursacht. Spielzeuge die Musik machen, Geräusche erzeugen können oder das Greifen anregen sind in dieser Zeit also genau das Richtige für ein Baby.

 

Mit vier Monaten können Babys weit mehr Farben unterscheiden als zuvor und Kontraste werden weniger wichtig, alle Primärfarben können vom Baby von nun an unterschieden werden und umso mehr reagiert es nun auf hellere Bilder und viele bunte Gegenstände, auch beim Spielzeug.

 

Natürlich entwickeln sich nicht alle Babys gleich, einige sind schneller und andere gehen es eben gemütlicher an, ein Grund zur Sorge ist das aber nicht, lediglich dann, wenn ein Arzt eine deutliche Verzögerung in der Entwicklung bemerkt. Man sollte seinem Baby Zeit lassen, es nicht überfordern und es dennoch immer fördern, wobei es immer sehr wichtig ist, dass die Grenzen fließend verlaufen und man deshalb alles nur mit Bedacht tun sollte.

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